Deutsche Jugendmeisterschaften U17, U19 und U23 in Köln mit sieben Silbermedaillen

In den verschiedenen Altersklassen waren insgesamt 9 Weißenfelser Sportler in Köln auf dem Fühlinger See zu den deutschen Meisterschaften am Start. Von ihnen trainieren zurzeit 7 in Halle im Leistungszentrum und 2 in Weißenfels im Verein.

U17: Nino Ohl und Thea Zinke wurden über den Winter von Klaus Ritter in Weißenfels gut auf die Saison 2022 vorbereitet, so dass sie an den Wochenenden mit nach Halle ins Leistungszentrum zum Training fuhren, um sich dort optimal in den verschiedenen Bootsklassen auf die Meisterschaft vorzubereiten.

Am Ende wurden sie mit 2 Silbermedaillen im Vierer mit Steuermann und im Achter, der sehr knapp ausging, belohnt. In diesen Booten saß auch Xenia Hoffmann.

Tobias Hildemann startete im Doppelvierer der Jungen und erruderte ebenfalls Silber. In der gleichen Bootsklasse schaffen es Felix Zeymer und Ben Baust ins Finale und errangen am Ende Rang 6. Diese Boote wurden von Erhard Günther als Trainer der HRV Böllberg-Nelson betreut.

U 19: 2 Mal Silber für Charlotte Luster im Doppelzweier und Doppelvierer und das Ticket für die Junioren Weltmeisterschaft.

U 23: 2 Mal Silber für Maximilian Pfautsch im Doppelzweier und Doppelvierer und das Ticket für die U23 Europameisterschaft.

 

Bundeswettbewerb der deutschen Ruderjugend in Bremen

Eine kühle steife Brise empfing die 1009 Ruderer auf dem Werdersee in Bremen zum 53. Bundeswettbewerb. In 413 Booten wurde um die begehrten Medaillen gerudert. Dieser Wettkampf besteht aus drei Teilen: am Freitag 3000 Meter Langstreckenregatta, am Samstag Athletikwettkampf und am Sonntag Finaltag über die normale 1000-Meter-Wettkampfstrecke. Wir waren mit 16 Sportlern im Alter von 12-14 Jahren angereist, 14 Weißenfelser und zwei Merseburger (die wir mit betreuen). Groß war die Aufregung am ersten Tag der 3000-Meter-Langstrecke mit einer Wende nach 1500 Metern. Und der Wind blies weiter – hochwärts Schiebewind und zurück Gegenwind, da musste man schon kräftig an den Skulls ziehen.

Am Abend bei der Siegerehrung durften sich Magnus Nietzsch, Marleen Philipp, Leonie Schneller, Niklas Kinzel und Steuermann Felix Madry die Goldmedaille im Mix-Doppelvierer der AK 13 abholen. Gleiches schafften Jan Kohlbach, Tim Schade, Derick Witt und Alexandra Stede im Doppelvierer der AK14 in Kombination mit Ruderern des HRV Böllberg-Nelson. Eine Silbermedaille erruderten Jonas Gräfe und Florian Dockhorn im Leichtgewichts-Doppelzweier, sowie Maria Heine im Mix-Doppelvierer, alle in der Altersklasse 14. Der Jubel in unserer Mannschaft war groß. Die Länderwertung konnte Sachsen-Anhalt vor Nordrhein-Westfalen gewinnen.

Zweiter Tag: Springen, Werfen, Geschicklichkeit und Wissen war gefordert. In acht Riegen à 10 Sportler wurde Sachsen-Anhalt aufgeteilt. Alle gaben ihr Bestes und bei der Siegerehrung konnten sich Jan, Tim, Derick, Jonas, Magnus, Niklas, Ronja, Marleen, Leonie, Alexandra und Marie eine Medaille abholen. (Länderwertung 3.Platz)

Am Finaltag war um 6:00 Uhr Abfahrt vom Turnhallenquartier. Noch einmal einrudern und 8:30 Uhr begannen die Finale. Ronja Voigt gewann das B-Finale im leichten Einer und dann ging es um die Finalläufe. Der Mixer AK 13 erkämpfte sich eine klare Silbermedaille. Alexandra Stede gelang gleiches im Doppelvierer der AK14 und dann kamen unsere Jungen Jan Kohlbach, Tim Schade und Derick Witt. Sie siegten, das Rennen wurde aber nicht anerkannt. So mussten sie nach einer Stunde wieder aufs Wasser und erneut starten. Aber auch in diesem Rennen fuhr unsere Bugspitze als erste über die Ziellinie. Große Freude nicht nur in der Mannschaft, sondern auch bei den Betreuern Mathias Zahn und Dagmar Ritter.

In der Länderwertung der Bundesregatta erreichten wir den 2. Platz und konnten mit einem knappen Punktvorsprung die Gesamtwertung gewinnen.

Jugendleiter Tim Lauterbach nahm stolz den Pokal des Gesamtsiegers entgegen.

 

Vogalonga 2022 – wir waren dabei

Pünktlich um 6 Uhr des 02.06.2022 startet Fahrer Jens den Stadtwerke-Bus mit den Fahrtziel Venedig. Nach dem ersten Start Weißenfelser Boote im Jahr 2017 auf der Vogalonga hatten sich 17 Vereinsmitglieder, ergänzt um zwei Gastruderer entschlossen, 2022 zur 46. Vogalonga erneut an den Start zu gehen.

Es wurde ein unvergessliches verlängertes Wochenende mit einigen Herausforderungen. Die erste bestand schon am Ankunftstag darin, einen geeigneten Standplatz für den Bootshänger zu finden, da der Sattelplatz erst am Samstagnachmittag geöffnet werden sollte. Die Suche nach einem vor allem sicheren Stellplatz nahm nach der problemlosen Anreise einige Zeit in Anspruch, konnte aber durch die Ausdauer von Fahrer und Beifahrern gelöst werden.

Nach dem Bezug der Unterkunft, im Herzen des ehemaligen Arbeiterviertels Cannaregio gelegen, stand das Abendessen auf dem Programm. Was schon am ersten Abend und auch an den folgenden Abenden gelang, hatten einige eigentlich nicht für möglich gehalten – wir fanden ein Restaurant, in welchem wir alle gemeinsam die italienische Gastfreundschaft und Küche genießen konnten. Der Freitag wurde in individuellen Gruppen genutzt, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in und um Venedig zu erkunden – Rialtobrücke, Markusplatz, Dogenpalast, Ghetto oder die Inseln Lido, Murano und Burano boten dafür schöne Ziele. Insbesondere unsere drei Jungmänner Christian, Paul und Christoph taten sich hier hervor, indem sie einige schöne Ecken abseits der Touristenmeile auskundschafteten und uns diese für die folgenden Tage empfohlen. Nachdem wir die Information erhalten hatten, dass der Sattelplatz bereits am Vormittag seine Türen öffnet, ging es am Samstag für alle dann sofort in diese Richtung. Während der Bootstransport noch unterwegs war, sicherten wir unseren Stellplatz und hatten dabei einigen Spaß u.a. bei der Probe der u.a. „Schildkrötenformation“                                                                                                                               Auf dem Sattelplatz wurden viele neue Bekanntschaften geschlossen.  Mit dem Straubinger RV und dem RC Basel erfolgte sogar ein tieferer Austausch – vielleicht ergibt sich daraus einmal ein weiteres Wochenende für unsere Freizeitgruppe?

Problemlos und Hand-in-Hand erfolgte der Anbau der Boote, bevor wir uns die Herausforderung Nr. 2 ansahen – die Planung, wie wir die Boote am Pfingstsonntag zu Wasser lassen. Der Transport durch eine schmale Tür eines hohen Zaunes und das Ablegen von einem Segelbootssteg mit Reling sind sicher nicht alltäglich…

Auch diese Herausforderungen konnten wir mit bester Teamarbeit meistern und so ging es bei bestem Wetter dann am Sonntag auf`s Wasser. Beim Eintreffen vor dem Markusplatz bot sich ein beeindruckendes Bild – 1.700 Boote unterschiedlichster Art, alle muskelbetrieben, schwammen vor der Kulisse an welcher früher die Galeere des Dogen lag, nebeneinander. Pünktlich um 9 Uhr ertönte, ausgelöst von einem Kanonenschuss, das Startkommando und 8.000 Teilnehmer in Ruderbooten, Drachenbooten, Gondeln verschiedenster Ausprägung, Kanus, auf Standups und Wasserfahrrädern setzten sich in Bewegung, um die ca. 32 km lange Strecke zu absolvieren. Darunter befanden sich drei gesteuerte Vierer und ein gesteuerter Zweier aus Weißenfels!

Herausforderung Nr. 3 bestand darin, unsere Boote sicher und unbeschadet ins Ziel zu rudern. Im Gegensatz zu 2017 wurde von einigen teilnehmenden Booten zum Teil sehr rücksichtslos Wassersport betrieben, wie unsere Teilnehmer aus 2017 befanden. Zur Halbzeit, im Kanal der Insel Burano wurden zur Stärkung Wasser und Bananen gereicht und schon ging es weiter in Richtung Ziel. Vor der Einfahrt in den Canale Grande wartete dann eine Herausforderung, welche die Organisatoren nicht beeinflussen können – die Kanaleinfahrt durch eine schmale Brücke. Während unsere ersten Boote, welche die Strecke in 2h 45 Minuten absolvierten, diese Durchfahrt ohne Probleme passieren konnte, bildete sich später hier ein langer Stau. Die eingesetzten sechs Taucher gaben ihr Bestes, um die Reihenfolge der Boote durch das Nadelöhr zu organisieren, trotzdem kam es auf Grund der hohen Teilnehmerzahl zu langen Wartezeiten. „Wir haben ca. 1 Stunde gewartet,“ so Katja aus dem Frauenvierer.

Spätestens nach den ersten Schlägen im Canale Grande waren aber sämtliche Herausforderungen vergessen. Angefeuert von zahlreichen Zuschauern und mit Blick auf die zahlreichen Palazzos oder das Arsenale vergingen diese 4 km wie im Fluge. Direkt an der Rialtobrücke hatte sich Eberhardt den mit Abstand besten Platz organisiert, um die Weißenfelser Boote zu fotografieren. Im Ziel angekommen bekam dann jedes Boot seine Teilnehmer-Urkunden und Medaillen sowie nochmals Verpflegung und dann ging es auf den Rückweg in Richtung Sattelplatz.

Unter Aufnahme verschiedener elektrolytischer Getränke erfolgte die Verladung der Boote in der bereits erwähnten, ausgezeichneten Teamarbeit und auch das Parken des Bootshängers, der Sattelplatz musste 16 Uhr geräumt sein, war auf Grund der Erfahrungen des Anreisetages schnell erledigt.

Bevor es in die Gestaltung des Abschlussabends ging, wurde noch einmal mit einem Glas Sekt gemeinsam angestoßen. Vorstandsmitglied Frank nutzte die Gelegenheit und dankte im Namen aller Teilnehmer Christiane für die Organisation unserer Teilnahme an der Vogalonga 2022. Während einige Teilnehmer ein paar Tage Urlaub im Anschluss an Venedig gebucht hatten, ging es für den Großteil der Gruppe am Pfingstmontag auf die Heimreise. Ohne Stau und Unterbrechungen wurde das Weißenfelser Bootshaus gegen 19 Uhr erreicht.

Trotz der genannten Herausforderungen 1- 3, bei welchen wir immer noch rätseln, ob deren Ursache die italienische Mentalität oder mangelndes Organisationstalent ist, waren wir uns (fast) alle einig – zur 50. Vogalonga sind wir wieder dabei!

Steffen Planer

Eltern probieren sich im Ruderboot

Am Ende der Frühjahr-Sommer-Wettkampfsaison lud das Übungsleiterteam die Eltern der Ruderjugend ein. Erstaunt waren die Trainer/Übungsleiter über die große Teilnahme an der Aktion. Am Freitagabend um 17:30 Uhr nach dem Training ihrer Kinder ging es los, 15 Eltern wollten es probieren.

Jedes Boot wurde von einem Trainer/Übungsleiter betreut, Mathias Zahn bekam die Mütter, Ronald Beer die Väter in den Doppelvierern, Paul Täubert übte im Dreier und Christoph Züger betreute die Familie Zier im Zweier mit Steuermann. Gisela Voigt, die seit Mai das Rudern erlernt, probierte sich im C-Einer. Die Kinder halfen den Eltern, das Bootsmaterial bereitzustellen und auch wieder in die Bootshallen zu schaffen. Im Anschluss grillte Frank Wagner Würstchen und Steak für die fleißigen Ruderer.

Liebe Eltern, wer das Rudern lernen möchte, meldet sich bei dem Trainerteam. Es geht auch in den Sommerferien.

14 Sportler vom WRV haben sich für den 53. Bundeswettbewerb der Deutschen Ruderjugend qualifiziert

Anlässlich der 32. Landesmeisterschaft haben sich 14 Sportler vom WRV für den 53. Bundeswettbewerb der Deutschen Ruderjugend qualifiziert. Der BW findet vom 7. Bis 10. Juli in Bremen statt.

Unsere Mannschaft:

Mädchen Einer AK 13 Lgw.:           Ronja Voigt

Mädchen Doppelzweier AK 13:      Joleen Beenen

Mix Doppelvierer mit Stm. AK 13:   Magnus Nitzsche, Leonie Schneller, Marleen

                                                        Phillip, Niklas Kinzel, Stm. Felix Madry

Jungen Doppelzweier AK 14 Lgw.: Florian Dockhorn, Jonas Träfe

Jungen Doppelvierer AK 14:           Jan Kohlbach, Tim Schade, Stm. Derick, Witt

Mädchen Doppelvierer AK 14:        Alexandra Stede

Mix Doppelvierer AK 14:                 Maria Heine

Trainer/Betreuer:                             Dagmar Ritter, Mathias Zahn, Erik Christel

Wir wünschen unserer Mannschaft und der gesamten Ruderjugend Sachsen Anhalt viel Erfolg.

 

Internationale Juniorenregatta 2022 in Duisburg

 Zu Pfingsten 2022 erfuhren wir ein ganz besonderes Regattaerlebnis. Wir starteten erstmals in Duisburg.

Die Duisburger Regattabahn genießt bei Kanu- und Rudersportlern Weltruf. Seit der Einweihung 1935 werden hier internationale Wettkämpfe ausgetragen, wie zuletzt 2013 die Kanurennsport-Weltmeisterschaft oder eben die Internationale Juniorenregatta 2022. Die Regattabahn ist aber auch Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft, um sich etwa auf die olympischen Spiele vorzubereiten. Und tatsächlich ist der Duisburger Sportpark ein Erlebnis für viele Wassersportler, aber auch Fußballer, Tennisspieler und auch für Freizeitsportler. In Duisburg ist es richtig schön und ganz grün. Denkt man gar nicht, wenn es um eine Stadt im „Ruhrpott“ geht.

Wir waren ganz gespannt und motiviert. Wir starteten im Riemen-Vierer o. Stm. sowie im Riemen-Zweier. Am Samstag standen die Vorläufe auf dem Programm. Bei schönstem Wetter und praller Sonne begaben wir uns mit dem Riemen-Vierer auf die Strecke. Wir legten uns richtig ins Zeug. Der Lauf war zwar nicht fehlerfrei, aber wir setzten uns gegen alle konkurrierenden Boote der Abteilung durch und entschieden den Vorlauf für uns. Wir freuten uns, dass wir das A-Finale am Sonntag erreicht haben. Bei all dem Jubel vergaßen wir, dass es für den Vorlaufsieger auch eine Medaille gab. Die holten wir uns nach dem Ausfahren. 

Nach einer Mittagspause in der Jugendherberge, in der wir unweit der Strecke untergebracht waren, stand der zweite Start für uns auf dem Programm, der Riemen-Zweier. Wir wollten unbedingt das Ergebnis, was wir im Vierer erzielt haben, wiederholen. Das Starterfeld war hier allerdings etwas größer. Die Aufregung wuchs. Deshalb blieben wir am Start ein bisschen kleben, kamen erst über die Strecke richtig in Fahrt und konnten am Ende das Vorlaufrennen für uns entscheiden. Noch eine Medaille! Wir freuten uns tierisch! 

Der Finaltag begann mit einer Unwetterwarnung für den Mittag. Zum Glück startete unser Finale im Riemen-Vierer o. Stm schon richtig früh. Es war zwar trüb, aber blieb trocken und windstill, ideale Bedingungen. Nun kam es auf uns Vier an – Nina, Thea, Xenia und Lene.

Der Start erfolgte und wir konnten uns etwas absetzen. Wir ruderten, was „das Zeug hält“ und legten alle Kraft in die Riemen. Und tatsächlich konnten wir das Finale für uns entscheiden, sogar ganz deutlich vor den Zweitplatzierten! Begeisterung auf den Rängen! Wir waren fix und fertig, aber glücklich! Wir hatten uns die dritte Medaille erkämpft.

Ein bisschen euphorisch und hoch motiviert ging es für uns in die Pause. Es gab ja für uns, Nina und Thea, noch einen Start im A-Finale des Riemen-Zweier an dem Sonntag. Das Unwetter setzte zum Glück nicht ein, allerdings der Regen. Aber wir wollten uns davon nicht beeindrucken lassen. Das Finale der anstehenden Bootsklasse war mit sehr schnellen Rudrerinnen anderer Clubs besetzt. Die größte Konkurrenz kam aus unserem Bundesland, der SC Magdeburg. Die Aufregung stieg, los ging’s. Und dann – wieder ein nicht ganz optimaler Start. Wir wollten es jedoch unbedingt besser machen. Dafür zogen und spurteten wir umso kräftiger auf der Strecke. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Wir belegten den zweiten Platz hinter den starken Magdeburgerinnen. Es war trotzdem ein tolles Ergebnis, denn es hieß schließlich: Doppelsieg für Sachsen-Anhalt! Geschafft und mit dem Ergebnis zufrieden konnten wir Duisburg in sehr guter Erinnerung behalten.

Thea Zinke & Nina Ohl

32. Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt

Die heißen Tage mit viel Aufregung und Anspannung sind vorbei. Unsere Sportler haben unseren Verein würdig vertreten. Auf der Regattastrecke in Zschornewitz konnten 8 Gold-, 10 Silber- und 11 Bronzemedaillen errudert werden. Der erfolgreichste Ruderer wurde unser Steuermann Derick Witt, er konnte seine Doppelvierer 2 Mal zu Gold, 1 Mal zu Silber und 3 Mal zu Bronze erfolgreich über die 1000 Meter Wettkampfstrecke steuern. Je zwei Goldmedaillen aus eigener Muskelkraft erruderte Leonie Schneller im Einer der Altersklasse 12 und im Doppelvierer in der gleichen Altersklasse. Dazu konnte sie noch eine Bronzemedaille im Mix-Vierer der AK13 gewinnen. Senior Erhard Günther erruderte gleichfalls 2 Mal Gold in Renngemeinschaft mit der HRV Böllberg und Nelson im Achter und Doppelvierer. Weiterhin freuten sich Zoe Reiher, Paul Lenz, Yannic Hoffmann, Ronja Voigt, Tim Schade, Jan Kohlbach und Paul Täubert über den Gold-Erfolg in verschiedenen Bootsklassen und Altersklassen. Dank an das Trainerteam, die mit viel Engagement und Beharrlichkeit die Sportler im Training zu solch guten Bootsmannschaften formten. 14 Ruderer der Altersklasse 12-14 wurden durch den Landestrainer Sachsen- Anhalts für den Bundeswettbewerb (Deutsche Meisterschaft AK 12-14) vom 08.-10.07.2022 in Bremen nominiert. Vertreten werden wir durch Leonie Schneller, Ronja Voigt, Marleen Philipp, Joleen Beenen, Felix Madry, Magnus Nietzsche, Niklas Kinzel, Maria Heine, Alexandra Stede, Jonas Gräfe, Florian Dockhorn, Tim Schade, Jan Kohlbach und Derick Witt.

Ein großer Dank der Mannschaft geht an Reinhold Dierkes für unsere Verpflegung, Mario Zinke und Herrn Schneller für die Bereitstellung der Wettkampfkleidung, das Zeltplatzteam Familie Gräfe, Züger, Zinke und an alle Eltern, die tatkräftig mit zugegriffen haben, so dass dieses Wochenende zu einem Erfolg wurde.

Ferienfreizeit im Kiez in Prieros

Nach zwei Jahren ohne Pfingstferien und zwei Jahren Ausfall auf Grund von Corona ging es wieder an die Schmölde nach Prieros. Hier sollten die Grundlagen für die bevorstehenden Landesmeisterschaften gelegt werden. Angesagt war das Training in den Mannschaftsbooten, aber auch mancher Sportler fuhr das erste Mal den Einer und übte für die Technikstufen I und II. Gute Fortschritte waren in den gemischten Mannschaftsbooten (Sportler aus Halle, Merseburg und Weißenfels) der Altersklassen 14, 13 und 12 zu sehen. Hier hoffen wir, bei der LM gut abzuschneiden und die Qualifikation für den Bundeswettbewerb zu schaffen. Die Technikstufe I konnten Luise Urbansky, Mary Anne Melzer und Jason Löber erfolgreich bestehen. Bruno Halt zeigte seine ruderischen Fähigkeiten der Technik Kommission und bestand die Stufe II. Die ersten Tage bei herrlichem Sonnenwetter, die letzten bei Wind und Welle, wir hatten alles. Für das nächste Jahr haben wir uns wieder im Kiez angemeldet und hoffen auf rege Teilnahme.

Internationale DRV-Junioren-Regatta 2022 München

Endlich ist es wieder soweit … Regattazeit!

Nach fast zwei Jahren Pandemieeinschränkungen, eigenen Corona-Erkrankungen, anderen Rückschlägen für das Immunsystem sowie einem gebrochenen Arm sollte sich unser Kampf zurück ins Wettkampfgeschehen auszahlen.

Wir starteten bei der 1. Internationalen DRV-Junioren-Regatta am 07./08.05.2022 in München. Die eine Hälfte der Teilnehmer des HRV startete am Morgen des 06.05.2022, der Rest folgte nach den für sie letzten schriftlichen Abschlussprüfungen. Am späten Nachmittag lagen wir mit dem Boot auf dem Wasser und trainierten im Riemenvierer o. Stm. Noch einmal die Strecke fühlen, Rhythmus gewinnen und Kraft schöpfen für die Vorläufe am Folgetag.

Und los ging´s am Samstag. Den ersten Vorlauf unserer Alters- und Bootsklasse entschied der SC Magdeburg für sich. Unser Vierer des HRV war mit drei ehemaligen Weißenfelsern besetzt. Nina Ohl, Thea Zinke, Xenia Hoffmann und Charlotte Glaubke (HRV) starteten im zweiten Vorlauf.

Und?! Wir gewannen ihn! Die Freude war riesig! Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Finale, denn wir erhielten eine schicke Medaille und ein Sieger-T-Shirt als Anerkennung. Mit Freude und Anspannung „fieberten“ wir dem „richtigen“ Finale am Sonntag gegen die Konkurrenz u. a. aus Magdeburg entgegen. Die Aufregung war nicht unberechtigt, denn rudertechnisch gab es noch Einiges zu verbessern.

Doch vor dem nächsten Tag startete noch unser Riemenzweier mit Nina Ohl und Thea Zinke, um sich auch hier im Vorlauf für das Finale am Sonntag zu empfehlen. Trotz des etwas langsamen Starts erreichten wir im Vorlauf den 2. Platz. Wir waren dennoch zufrieden mit uns. All die Anstrengungen der letzten Monate fielen kurz von uns ab.

Die mitgereisten Eltern freuten sich mit und nervten die „Umgebung“ mit Fotos schießen und anstrengenden Fragen. Trotzdem waren wir froh, sie an unserer Seite zu wissen.

Der Sonntag nahte. Wir waren mit uns beschäftigt, vor allem damit, uns als Team weiter zu finden. Das Finale im Riemen-Vierer startete. Im Ziel wurde es ein Doppelsieg Sachsen-Anhalts. Wir zogen als Zweiter hinter Magdeburg über die Ziellinie.

Zwei Stunden später stand das Finale im Riemen-Zweier mit uns Beiden auf dem Programm. Wir fuhren auch als Zweite durch das Ziel. Hier gewann aber die Freude über das Ergebnis die Oberhand, denn es waren nach den Vorläufen zwei Boote eigentlich schneller.

Kurz nach uns bestritt übrigens ein weiterer Weißenfelser sein Finalrennen. Eric Christel hatte sich mit seinem Riemen-Zweierpartner Quinn Lindemann aus Wittenberg als Dritter nach dem Vorlauf qualifiziert. Am Ende wurde es Rang sechs.

Wir können mit diesem Saisonstart alle auf unseren Leistungen aufbauen.

Insgesamt war es zwar ein anstrengendes, aber ein wunderschönes und erlebnisreiches Wochenende in München. Ein bisschen „wie in alten Zeiten“!

Wir freuen uns auf mehr!

Thea Zinke & Nina Ohl

Neun Siege bei der 124. Regatta in Bernburg

Zur Ruderregatta lud der Bernburger Ruderverein die Ruderer aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ein.

Der erste Start erfolgte 9:30 Uhr mit dem Doppelvierer der Altersklasse 13. In diesem Rennen konnten wir den 2. Platz errudern. Der Sieg ging an die Heimmannschaft aus Bernburg. Die Regattastrecke ist nicht leicht zu rudern, zwei Kurven müssen über die 1000 Meter gesteuert werden und in ungesteuerten Booten, wie im Einer und Doppelzweier, ist es für die Sportler nicht so leicht. Den ersten Erfolg erruderte Eric Christel mit seinem Partner aus Wittenberg im Riemenzweier der Junioren A. Die gleiche Besatzung konnte auch den Doppelzweier gewinnen. Die Kombination Halle–Weißenfels in der AK 14 mit Jan Kohlbach siegte im Doppelzweier und Doppelvierer. Den Sieg bei den Mädchen verschenkten Alexandra Stede mit ihrer halleschen Partnerin um wenige Hundertstel gegen die Ruderinnen des SC DHfK Leipzig. Mit dem Jungen-Doppelvierer der AK 12 (Eric Zier, Paul Lenz, Yannic Hoffmann, Felix Madry und Steuermann Sebastian Stier) konnte das erste reine WRV-Mannschaftsboot gegen den Sieger der Zschornewitzer Regatta SC Magdeburg, der Universität Halle und der Zschornewitzer siegen. In der kleinsten Bootsklasse, dem Einer, legten am Siegersteg Eric Zier (AK12), Heiko Prätsch (AK 13), Niklas Kinzel und Ronja Voigt (AK 13 Leichtgewicht) an. Um 17:45 Uhr fuhren wir unser letztes Rennen und dann ging es auf die Heimreise. In den nächsten Wochen bereiten wir uns auf die Landesmeisterschaften am 11. und 12. Juni vor.