Bundeswettbewerb in Köln/Hürth

Am ersten Juliwochenende fand auf dem Otto-Maigler-See in Hürth der 42. Bundeswettbewerb für 12- bis 14jährige Mädchen und Jungen statt. Bereits vor 4 Jahren wurden die deutschen Schülermeister in Hürth gekürt. Damals wie heute mussten alle 437 Boote über einen Anlegesteg zu Wasser gelassen werden. Lange Wartezeiten waren vorprogrammiert. Und bei zum Teil 35°C im Schatten war das Warten kein Vergnügen. Nach absolviertem Rennen ging es dann über einen (!) Anlegesteg wieder an Land und in einem circa 200m langen Fußmarsch mit Boot zurück zu den Bootslagern. Auch zum Zusatzwettbewerb mussten lange Wege mit wenig Schatten zurück gelegt werden. Die Versorgung der Kinder mit Wasser war dürftig. So sollte ein Kasten Wasser auf dem Vereinsgelände der Hürther Rudergesellschaft 10€ (!) kosten. Wieder war die Initiative der Betreuer gefragt. Phillip und Hannes sammelten dann auf dem Regattaplatz Pfandflaschen und kauften von den fasst 30€ Getränke für die Sportler. Aber bei aller Kritik am Austragungsort, gilt der Dank den Organisatoren der Gastgebenden Hürther RG, die die Essensversorgung und auch die Stationsbetreuung beim Zusatzwettbewerb gut im Griff hatten.
Nun zum sportlichen. 12 Weißenfelser Ruderer hatten sich während der Landesmeisterschaft für den Bundesentscheid qualifiziert. In Hürth waren sie dann Teil der 87 Ruderer der Ruderjugend Sachsen Anhalt. Verteilt auf 6 Boote absolvierten die Saalestädter die Langstrecke über 3000m und die Bundesregatta über 1000m. In der AK 12/13 starteten Steve Woiki, Phillip Eisenschmidt und Steuermann Julius Schmolke, gemeinsam mit Eric Hoffmann und Robin Solf aus Wittenberg bzw. Halle, im Doppelvierer. Nach gewonnener Langstrecke zogen sie mit der drittbesten Gesamtzeit ins A-Finale der Bundesregatta ein. Dort mussten sie sich dann nur der Ruderjugend aus Baden Württemberg geschlagen geben und wurden nach hartem Kampf deutscher Vizemeister. Ebenfalls im A-Finale startete der Mädchendoppelvierer AK 14. Patricia Loth, Lisanne Herrmann, Johanna Helling, Sophie Gnauck (beide Wittenberg) und Steuermann Philipp Kunze (Zschornewitz) gewannen ihre Abteilung in der Langstrecke und mussten sich im großen Finale mit Platz 4 zufrieden geben. Im Mixdoppelvierer der AK 12/13 starteten Til Ködel, Robert Riedel, Luise Schmidt, Steuerfrau Charlotte Oertel und der Zschornewitzerin Jil Untersänger. Nach Problemen bei der Wende in der Langstrecke reichte es in der Abteilung nur zu Platz 4. Dieser Platz qualifizierte das Boot dann für das C-Finale, in dem alle 5 bis zur Ziellinie hart kämpfen mussten. Mit nur 0,2 Sek. Rückstand belegte das Team den dritten Platz. Mehr Erfolg im D-Finale hatte Johann Pfauter. Gemeinsam mit Bastian Bruckhoff (Zschornewitz) gewann er das Finale im Leichtgewichtsdoppelzweier der AK 13. Im Leichtgewichtsdoppelzweier der AK 14 startete Christian Riebel. Nach Platz 2 in der Langstecke belegte er in der Bundesregatta mit seinem Partner Marcus Bunge (Zschornewitz) nur den dritten Platz im C-Finale. Florian Wende startete im Leichtgewichtseiner der AK 13. Er erreichte sowohl in der Langstrecke als auch über 1000m jeweils den 6. Platz. Beim Zusatzwettbewerb konnten Patricia Loth, Robert Riedel und Phillip Eisenschmidt mit ihren Teams (10 Sportler einer Ruderjugend, sortiert jeweils nach den Vornamen) erste und zweite Plätze belegen. In der Gesamtpokalwertung belegte die Ruderjugend Sachsen Anhalt hinter Nordrhein Westfalen und vor Brandenburg den zweiten Platz.
Im Jahr 2011 findet der Bundeswettbewerb auf der Olympiaregattastrecke von 1972 statt. Die bayrische Ruderjugend richtet den Bundeswettbewerb auf der Regattastrecke in München statt.

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