10. Langstreckenregatta “Rund um den Wannsee” am 03.10.2011 in Berlin

Am Tag der deutschen Einheit fand die traditionelle Langstreckenregatta „Rund um den Wannsee“ bei idealen Bedingungen, Kaiserwetter, und einem Starterfeld von 29 Booten über die Distanz von 15km statt. Veranstalter war wie jedes Jahr der Berliner Ruderclub. Vom WRV war Micha mit seinen Mastersruderkameraden aus Leipzig, Halle und Bernburg am Start.

Schon beim Aufriggern der Boote ging es auf dem Gelände des Schülerrudervereins Berlin sehr eng zu. Dies ließ schon erste Rückschlüsse auf das Gewühle am Start zu.
Bei der Obleutebesprechung wurde noch mal auf die Einhaltung der 4 Startreihen hingewiesen, erste Reihe Nationalteams und Männerachter, zweite Reihe Junioren A und Frauen-Nationalteams, dritte Reihe Masters-Rennboote und vierte Reihe Gig-Boote. Am Start angekommen mussten wir als Neulinge feststellen, dass außer in Reihe 1 keine Ordnung herrschte und so nahmen wir nach besten Wissen und Gewissen einen Platz in Unordnung der Startaufstellung ein.
Nach dem Start mussten wir bereits nach 20 Schlägen Druck rausnehmen, da wir im Gewühl auf Boote aufgefahren waren. Nach 500m wurden wir Opfer einer vorausgehenden Kollision und mussten uns heckwärts rausschieben. Danach kamen wir endlich zum Rudern und hatten nach ca. 1 km unseren Rhythmus gefunden, schoben uns an fünf Mastersachter vorbei und hatten einen interessanten Bord-an-Bord Kampf mit einem polnischen Juniorenachter, in dessen Folge wir an der Altglienicker Brücke (bekannt auch als Agentenbrücke) die Oberhand gewannen. In den Kanälen bis zum Ziel hatten wir noch die Jungmasters des Berliner Ruderclub vor uns, welche wir einem geschickten Überholmanöver hinter uns lassen konnten. Im Zielbereich wurden wir dann durch Sprecher als erstes Mastersboot mit unserem Mannschaftsnamen „Elster-Saale-Piraten“ begrüßt und dann ging das große Warten los. Hatten die 54:19min gereicht oder waren andere durch den Bonus schneller. Bald war es Gewissheit, wir waren Zweiter hinter den Altmasters des Berliner Ruderclub, hier fehlten uns 33s zum Sieg. Aber als erstes Boot mit Bestzeit im Ziel ließ keine schlechte Laune aufkommen, ein bischen fühlten wir uns als moralische Sieger.
Bei der toll organisierten Siegerehrung wurden wir als Neulinge gleich wieder für nächstes Jahr eingeladen, was wir sicher auch tun werden.