Anrudern

Saison am Bootshaus eröffnet – Sieben Mitglieder aufgenommen

Die Vereinsfahne, die Philipp Berthel und Georg Wahren aufziehen, flattert im Wind. Auf dem Platz neben dem Weißenfelser Bootshaus liegt ein neuer Einer, dessen Name an der Bugspitze von einem Tuch verdeckt ist. Mit einem Pokal voller Saalewasser tauft ihn Ren�Mank von der Total-Raffinerie Mitteldeutschland GmbH auf „Tomahawk“. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums hatte neben den Großkorbethaer Sportlern auch der Ruderverein der Kreisstadt vom Unternehmen einen Scheck über 5000 Euro erhalten.

Geld, das man dringend brauche, wie der 2. Vorsitzende Ekkart Günther betont, kosten doch allein ein paar Stemmbrettschuhe, mit denen man nun auch die älteren Boote ausrüstet, 104 Euro. Und für die Anschaffung von „Tomahawk“ waren allein 2 500 Euro notwendig. Der Rest des Geldes soll nun ebenfalls in die Jugendarbeit fließen.

Günther geht während einer kurzen Ansprache noch einmal auf die Erfolge des vergangenen Jahres ein, die in der Nominierung von Agnes Zimmer und Erhard Günther sowie den Doppelvierern mit und ohne Steuermann zur Sportlerwahl von MZ und Kreissportbund mündeten. Dreimal gab es dabei Platz 2 und einmal Rang 4. Voraussetzung dafür war das gute Abschneiden bei Landesmeisterschaften oder zentralen Wettkämpfen. Dort will man auch in diesem Jahr bestehen. Höhepunkt ist dabei das Championat Sachsen-Anhalts in Zschornewitz sowie der Bundeswettbewerb in Köln. Darauf werden sich 30 Kinder und Jugendliche in einem Trainingslager vorbereiten. Hinzu kommen eine zentrale Wanderfahrt, das Weißenfelser Wassersportfest, bei dem Mitglieder dabei sind, und das Vereinsfest Anfang September. Hilfreich sei letztlich, dass ein über 55-Jähriger im Programm „Aktiv zur Rente“ weiter beschäftigt werden könne.

Im Rahmen der Eröffnung werden sieben neue Mitglieder aufgenommen, und vor allem im Einer geht es ab der Leißlinger Fähre über rund fünf Kilometer bei einem Langstreckenwettbewerb zur Sache. Unter den Anwesenden ist übrigens auch Michaela Schmidt. Die 14-Jährige besucht seit vorigen Herbst die Sportschule. Das sei eine ganz schöne Umstellung. Immerhin müsse sie zweimal Training am Tag verkraften, stehen schon am Morgen viele Kilometer auf der Saale auf dem Programm. Ihre Vorbilder seien Andreas Hajek und Christian Schreiber, die in Weißenfels das Rudern lernten, sowie Jana Thieme, die sie auch trainiert. Doch was die Zukunft bringe, das warte sie ab. Erst einmal müsse sie sich im nationalen Rahmen bewähren. Erste Standortbestimmung sei die Frühjahrsregatta in knapp zwei Wochen. Und vielleicht schafft sie mit drei Magdeburgerinnen den Sprung zur Deutschen Meisterschaft.

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