RV-Talente bei der U23-Weltmeisterschaft in Duisburg

Am vergangenen Wochenende kämpften Charlotte Luster und Felix Zeymer auf der Wedau-Regattastrecke in Duisburg um Medaillen bei den U23-Weltmeisterschaften.

Charlotte hatte sich durch ihren Titelgewinn im Doppelzweier bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Juni in Krefeld direkt für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Felix empfahl sich mit konstant guten Saisonleistungen für den Männerachter. Darüber hinaus wurde Charlotte für die Weltmeisterschaftspremiere des Mix-Doppelzweiers nominiert.

Am Donnerstag standen bei starkem Gegenwind die Vorläufe in allen Bootsklassen auf dem Programm. Charlotte und ihre Partnerin Helena Brenke (Karlsruher RV) belegten den dritten Platz und qualifizierten sich aufgrund ihrer Zeit für das Halbfinale. Im Männerachter kam es kurzfristig zu einer medizinisch bedingten Umbesetzung, wodurch Felix auf den Bugplatz rückte. In der neuen Besetzung mit Ersatzmann Julius Watzka (Stuttgart-Cannstatter RC), Leonardo Rosenquist (RC Allemannia), Vinzent Kuhn (RV Münster), Justus Beckmann (RV Bochum), Julius Kaim (Turnverein Essen-Kupferdreh), Lino Zastrow (USV TU Dresden), Carl Sgonina (Dresdner RC) und Steuerfrau Mia Wegele (Krefelder RC) löste das deutsche Boot dennoch souverän als Drittplatzierter seines Vorlaufes das Ticket für das A-Finale. Für den Achter hieß es anschließend: Kräfte sammeln bis zum Finale am Sonntag.

Am Freitag wurden die Halbfinalrennen ausgetragen. Bei wechselhaften Bedingungen ruderten Charlotte und Helena auf Rang vier und verpassten damit den Einzug ins A-Finale.

Bei besten Bedingungen wurden am Samstag die ersten Finalläufe ausgetragen. Charlotte und Helena gingen im B-Finale an den Start. Nach einem starken Rennen mussten sie sich am Ende nur knapp geschlagen geben und beendeten die Weltmeisterschaft auf dem achten Gesamtrang.

Später am Tag saß Charlotte gemeinsam mit Yannik Sens (Berliner RC), der zuvor bereits Silber im Männer-Doppelvierer gewonnen hatte, im Mix-Doppelzweier am Start. Mit einem starken zweiten Platz qualifizierte sich das neu formierte Duo für das A-Finale.

Am Sonntag standen schließlich nur noch die Finals der Einer, Achter und Mix-Boote auf dem Programm. Der Männerachter mit Felix Zeymer konnte wieder in seiner ursprünglichen Besetzung mit Leon Gronbach (RG Speyer) antreten. Doch Finalrennen haben ihre eigenen Gesetze. Trotz überzeugender Vorleistungen gelang es dem deutschen Achter nicht, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Am Ende belegte das Boot den fünften Platz.

Besser lief es anschließend für Charlotte und Yannik im Mix-Doppelzweier. Das neu zusammengestellte Boot ging mutig ins Rennen, übernahm bereits zur Streckenhälfte die Führung und lag damit früh auf Medaillenkurs. Im Endspurt sicherten sich die beiden schließlich die Bronzemedaille und sorgten damit für einen gelungenen Abschluss der Weltmeisterschaften.

Nun geht es für beide Athleten zunächst in die wohlverdiente Saisonpause, bevor im September das Training wieder aufgenommen wird. Felix Zeymer wird dann weiterhin für den Berliner Ruderclub in der U23-Klasse an den Start gehen, während Charlotte Luster in den A-Bereich aufrückt.