{"id":8807,"date":"2019-05-20T20:38:15","date_gmt":"2019-05-20T19:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wrv-rudern.de\/?page_id=8807"},"modified":"2023-01-10T10:27:36","modified_gmt":"2023-01-10T09:27:36","slug":"neuanfang-nach-45-1","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wrv-rudern.de\/?page_id=8807","title":{"rendered":"&#8222;Neuanfang&#8220; nach &#8217;45&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>1945 &#8211; 1949<\/strong><\/p>\n<p>Das Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 und die Kontrollratsdirektive Nr. 23 vom 17. Dezember 1945 sprachen die Aufl\u00f6sung des nationalen Reichsbundes f\u00fcr Leibes\u00fcbungen und seiner Unterorganisationen aus. In ihnen wurden die Bedingungen festgelegt, unter denen neue Sportorganisationen gegr\u00fcndet werden durften. Es waren unabh\u00e4ngige Organisationen auf Kreisebene gestattet. Damit wurde das organisierte Sporttreiben wieder erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Auch die Mitglieder des ehemaligen Wei\u00dfenfelser Rudervereins begannen wieder aktiv zu werden. So siegte eine Wei\u00dfenfelser Mannschaft (Siegfried Mei\u00dfner, Gerhard J\u00fcnger, Karl-Heinz Sommer, Kurt K\u00fcnzel und Stm. Gerhard Tornuss) bereits am 22. September 1946 auf einer Regatta in Berlin-Gr\u00fcnau im Gig R4 m.<\/p>\n<p>Die Wei\u00dfenfelser Ruderer nahmen auch an der 1. Mei\u00dfener Nachkriegsregatta am Pfingstmontag, 29. Mai 1947, teil. Es konnte ein Sieg und ein 2. Platz im Gig-Vierer errudert werden.<\/p>\n<p>Im Oktober 1947 wurde die Kontrollratsdirektive f\u00fcr die Mitglieder des ehemaligen Wei\u00dfenfelser Rudervereins wirksam: Die Zulassung des Rudersportes wurde entzogen, den Wei\u00dfenfelser Ruderverein von 1884 gab es offiziell nicht mehr. Damit war der damalige Vorstand gezwungen, sich um eine Neuorganisation zu bem\u00fchen. Die Wei\u00dfenfelser Ruderer bildeten eine Abteilung Rudern in der Sportgemeinschaft Wei\u00dfenfels-Neustadt, die am 5. Juli 1948 genehmigt wurde.<\/p>\n<p>In den Betrieben, die in \u201eVolkseigentum\u201c \u00fcberf\u00fchrt wurden, entstanden 1948 sogenannte Betriebssportgemeinschaften. Im Mai 1949 schloss sich der Wei\u00dfenfelser Rudersport der Zentralsportgemeinschaft (ZSG) Schuh-Metro Wei\u00dfenfels als Sparte Rudern an.<\/p>\n<p>Der Neubeginn war f\u00fcr die Wei\u00dfenfelser Ruderer nicht leicht. Im Bootshaus wurde nur ein Rest des ehemaligen Bootsbestandes vorgefunden: 3 Boote, ein Gig D2 und zwei Gig D1 m.St. &nbsp;Am Ufer der Saale wurden 6 Wracks geborgen. Sie stammten aus saaleaufw\u00e4rts gelegenen Bootsh\u00e4usern. Von diesen Wracks erhielten die Wei\u00dfenfelser 3 Boote zum Wiederaufbau. Es waren zwei Gig R4 m (\u201eSaale\u201c und \u201eEinheit\u201c) und ein Gig D4 m (\u201eElbe\u201c). Damals standen die Arbeitseins\u00e4tze im Vordergrund, und rudern war eine Anerkennung f\u00fcr geleistete Pflichtstunden.<\/p>\n<p>Das erste fahrbereite Boot war der Gig D2 \u201eHorst\u201c. Das Boot wurde sonntags stundenweise den Ruderern \u00fcberlassen, die gute Arbeitsleitungen f\u00fcr die Sparte Rudern vorweisen konnten. Als erstes Trainingsboot wurde der B-Gig R4 m \u201eSaale\u201c fertiggestellt.<\/p>\n<p>Besondere Verdienste bei der \u00dcberholung der Boote erwarb sich Ruderkamerad Karl-Heinz H\u00f6rtzsch, in dessen Werkstatt Planken aus L\u00e4rchenholz und Spanten angefertigt, die Boote repariert, geschliffen und lackiert wurden.<\/p>\n<p>Am 22. Mai 1949 wurde mit der \u201eSaale\u201c auf der 1. Nachkriegs-Faltboot- und Kurzstrecken- Regatta in Wei\u00dfenfels gestartet. Im Jungmann-Gig R4m gingen an den Start: M. Witt, M. R\u00f6hricht, K.-H. Sommer, E. G\u00fcnther, Stm. O. Lindner und im Jungmann Gig D2 o. O. Lindner, G. Tornuss.<\/p>\n<p>Am 24. Juli 1949 richtete Wei\u00dfenfels eine St\u00e4dte-Regatta aus, an der sich Halle, Leipzig und Naumburg beteiligten. Au\u00dfer den oben genannten Mannschaften nahmen zwei Wei\u00dfenfelser Frauen im Jungmann-Gig D2 o. an den Rennen teil: Lore G\u00fcnther und Ursula Schweigel. In allen drei Bootsklassen wurden Siege errungen.<\/p>\n<p>Zur 5. Leipziger Herbstregatta am 25. September 1949 konnten schon in 7 Rennen Wei\u00dfenfelser Mannschaften an den Start gehen, es wurden drei Rennen gewonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1945 &#8211; 1949 Das Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 und die Kontrollratsdirektive Nr. 23 vom 17. Dezember 1945 sprachen die Aufl\u00f6sung des nationalen Reichsbundes f\u00fcr Leibes\u00fcbungen und seiner Unterorganisationen aus. In ihnen wurden die Bedingungen festgelegt, unter denen neue Sportorganisationen gegr\u00fcndet werden durften. Es waren unabh\u00e4ngige Organisationen auf Kreisebene gestattet. 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