Rennrudern Teil I

Nach vielen, von außen auf die Sparte Rudern einwirkenden Irrungen und Wirrungen in den Jahren 1950 bis 1953, die durchaus den Fortbestand des Weißenfelser Rudersportes in seinem Bootshaus in Frage stellten, fanden die Ruderer in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Empor Weißenfels als Sektion Rudern ihr weiteres sportliches Betätigungsfeld mit endgültiger Nutzung des angestammten Bootshauses. Unter den nun gegebenen Trainingsbedingungen war eine enorme Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Der Bootspark der 50er Jahre bestand aus 6 Rennbooten und 14 Gigs, er konnte in den folgenden Jahren durch die Anschaffung von Rennbooten, C-Booten und Motorbooten für die Trainer und Übungsleiter erheblich aufgestockt werden.

Mai 1965: 11. Weißenfelser Ruderregatta
Bernd Rotter, Horst Fröhlich, Claus Baatz, Peter Schilling, Stm. Hans-Joachim Janicke (v.r.)

Als dem bedeutensten Teil unserer sportlichen Tätigkeit gilt dem Rennrudern unsere besondere Aufmerksamkeit. Betrachten wir deshalb das Wettbewerbsgeschehen seit 1950 etwas genauer.

Die Rennruderinnen und Rennruderer der Sektion erkämpften in den 50er Jahren 60 Siege. In der Zeit von 1960 bis 1969 wurden diese Erfolge mehr als verdoppelt. Es konnten 145 Siege errudert werden. Ein entscheidender Qualitätssprung wurde 1970 mit der Bildung eines Trainingszentrums Rudern in Weißenfels eingeleitet. So konnten z.B. im Zeitraum 1970 bis 1979 715 siegreiche Boote an den Stegen anlegen. Sie besuchten Regatten in Berlin-Grünau, Aken, Brandenburg, Bernburg, Calbe, Chemnitz, Dessau, Halle, Leipzig, Lobenstein, Magdeburg, Meißen, Merseburg, Naumburg, Potsdam, Riesa, Schönebeck, Zschornewitz, Bydgoszcz und veranstalten selbst Weißenfelser Regatten.

Die Trainingsleitung lag bis 1953 in den Händen der Ruderkameraden W. Schneider und F. Taube. Danach wurde sie vom Ruderkameraden Eberhard Günther übernommen. Er leitete das Training bis 1967, dann trat Ruderkamerad Horst Fröhlich an seine Stelle. Von ihm übernahm sein Bruder Achim Fröhlich diese Aufgabe.

Entscheidend für die Entwicklung des Rennruderns unserer Sektion wirkten sich die Maßnahmen zur schwerpunktmäßigen Entwicklung des Rudersportes im Bezirk Halle aus. Bei der dazu durchgeführten Beratung, die am 12. April 1967 beim Bezirksvorstand des Deutschen Turn- und Sportbundes stattfand, wurden wir vom Ruderkameraden Otto-Ernst Hecker vertreten. Auch für Weißenfels stand die Bildung eines Trainingszentrums auf der Tagesordnung. Die Konzeption dafür wurde am 25. Januar 1968 vorgelegt. Das Trainingszentrum (TZ) wurde bestätigt.

Ruderkamerad Achim Fröhlich wurde als Leiter des TZ berufen. 1970 übernimmt der Sektionsleiter, Ruderkamerad Gerd Krötzsch, in Personalunion auch die Leitung des TZ. Dadurch kann sich Ruderkamerad Achim Fröhlich intensiver dem Trainingsbetrieb widmen. Seine Aufgaben übernahm ab 1971 der Ruderkamerad Peter Schilling, den 1972 Ruderkamerad Bernd Rotter ablöste. Bernd Rotter übernahm Mitte 1973 auch die Leitung des Trainingszentrums. Von 1975 bis 1989 war Ruderkamerad Ekkard Günther TZ-Leiter. Er hatte ab 1978 beste Unterstützung durch seine Schwester Dagmar Ritter, geb. Günther, die als Trainerin die Rennruderinnen und -ruderer betreute.

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